Wir verfassen diesen Artikel in Zeiten des Lockdowns, in Zeiten, in denen wir nicht ins geliebte Griechenland reisen können, weil uns Kontaktbeschränkungen und Reiseverbote an den Schreibtisch ketten. Heute ist CoVid 19, Corona, Sars Cov II oder wie immer er genannt wird, Schuld. Neuartige Krankheiten suchten die Menschen seit jeher heim. Zum Beispiel wütete im Jahr 430 v. Chr. die Pest auch auf dem Peloponnes. Doch wohl dem, welchem die Götter milde gesonnen sind, und die sich anschliessen zu bedanken wissen. So zeigte kein Geringerer als der Heilgott Apollon Epikourios den Bewohnern des Dorfes Phigaleia eine bis heute unbekannte Heilpflanze und bewahrte sie so vor dem Schwarzen Tod.

Noch immer scheint Apollon magisches Licht herab zu senden


Aus Dankbarkeit errichteten sie ihm in den folgenden zehn Jahren den Apollon Tempel von Bassae. Heute ist er nach dem Hephaisteon von Athen der zweitbest erhaltene Tempel des griechischen Mutterlandes.

Geschützt unter Zeltplanen laufen die Restaurierungsarbeiten


Wer sich dem Heiligtum nähert, glaubt zunächst, Christo & Jeanne-Claude hätten sich hier ans Werk gemacht. Segeltuchplanen überspannen das gesamte Bauwerk, um es vor Witterungseinflüssen zu schützen. In der Regel finden sich hier nur wenige Touristen und der Besucher erfährt ein ganz besonderes Erlebnis, wenn er allein in den überdachten, zweieinhalb Jahrtausende alten, heiligen Steinen Andacht üben darf.

Mit etwas Glück hat man die ganze Anlage für sich allein


Übrigens wurde die Zeltkonstruktion im Jahr 1987 errichtet, um nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wieder entfernt zu werden – bis heute ist sie dort, Griechenland heißt Geduld zu haben… Es finden sich sehr viele Schreibweisen für die Anlage, zu den gebräuchlichsten zählen Βάσσαι, Bássai, Bassae, Vássä, Βάσσες, Vásses.

Seit über 30 Jahren laufen die Restaurierungsarbeiten


Auch diese Sehenswürdigkeit ordnen wir unbedingt unter „Geheimtipp“ ein, selten sind mehr als zehn Besucher anwesend, die Stimmung ist unglaublich, das Erlebnis dauerhaft. Und trotz der vielen unterschiedlichen Namen lässt die der Tempel finden…

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